Bluthochdruck - allein oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln
Herzleistungsschwäche - zusätzlich zu anderen Arzneimitteln.
Das Arzneimittel enthält Benazeprilhydrochlorid, das zu einer Gruppe von Arzneimitteln gehört, die als ACE-Hemmer bezeichnet werden. Es entlastet das Herz, indem es den Blutdruck senkt und die Blutgefäße erweitert.
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Dosierung bei Erwachsenen
Zur Behandlung von Bluthochdruck
Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 1-2 Filmtabletten 1-mal täglich oder auf 2 Dosen verteilt.
Höchstdosis: 4* Filmtabletten täglich
* Für diese Dosierung stehen Filmtabletten mit geeigneter Wirkstoffstärke zur Verfügung.
Zur Behandlung von Herzleistungsschwäche
Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 2,5 mg* Benazeprilhydrochlorid täglich.
Der Arzt kann die Dosis, falls notwendig, nach 2-4 Wochen auf ½ Filmtablette täglich erhöhen.
Höchstdosis: 2 Filmtabletten täglich
* Für diese Dosierung stehen Filmtabletten mit geeigneter Wirkstoffstärke zur Verfügung.
Patienten mit Nierenproblemen
Der Arzt wird die Dosierung entsprechend Ihrem Ansprechen auf die Behandlung anpassen.
Hinweise zum Teilen der Filmtablette
Legen Sie die Filmtablette mit der Bruchkerbe nach oben auf eine harte Oberfläche. Drücken Sie zum Teilen der Filmtablette vorsichtig mit dem Daumen auf die Bruchkerbe.
Dauer der Anwendung
Die Dauer der Anwendung bestimmt der behandelnde Arzt.
Wenn Sie eine größere Menge des Arzneimittels eingenommen haben als Sie sollten
Wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt, der über das weitere Vorgehen entscheiden wird.
Symptome einer Überdosierung sind:
starker Blutdruckabfall
Kreislaufschock
Störungen im Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalt
Nierenversagen
Herzrhythmusstörungen
Schwindelgefühl
Wenn Sie die Einnahme des Arzneimittels vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen Sie die Einnahme des Arzneimittels wie verordnet zum üblichen nächsten vorgesehenen Zeitpunkt fort.
Wenn Sie die Einnahme des Arzneimittels abbrechen
Brechen Sie die Anwendung des Arzneimittels nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab, da ein plötzliches Absetzen des Arzneimittels zur Erhöhung Ihres Blutdrucks führen kann.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Einnahme des Arzneimittels zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
Insbesondere die folgenden Arzneimittel können das Arzneimittel beeinflussen oder durch das Arzneimittel beeinflusst werden:
Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck wie z. B.
Glyceroltrinitrat, auch bekannt als Nitroglycerin, oder andere gefäßerweiternde Arzneimittel
Methyldopa
Arzneimittel, deren Wirkstoff auf „-olol" endet
Arzneimittel wie Nifedipin oder Verapamil (so genannte Calciumantagonisten)
Narkosemittel
Arzneimittel zur Steigerung der Wasserausscheidung wie Triamteren, Amilorid, Furosemid, Eplerenon und Spironolacton
Lithium, ein Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen
bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen, psychischer Störungen oder Angststörungen wie Imipramin, Doxepin, Amitriptylin, Opipramol und andere Arzneimittel zur Behandlung psychischer Erkrankungen und krankhafter Angst
bestimmte Arzneimittel zur Entzündungshemmung oder zur Verhinderung von Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantationen wie z. B. Prednisolon
Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes wie z. B. Insulin, Gliclazid, Metformin
Ihr Arzt muss die Dosierung dieser Arzneimittel möglicherweise anpassen.
Arzneimittel, die die Fähigkeit des Körpers zu schnellen Reaktionen erhöhen, beispielsweise durch Erhöhung des Blutdrucks oder des Pulses oder durch Erweiterung der Atemwege. Beispiele dafür sind Dobutamin, Dopexamin, Ephedrin.
Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen, Entzündungen oder Rheuma wie z. B. Ibuprofen und Acetylsalicylsäure
Allopurinol, ein Arzneimittel zur Behandlung von Gicht
Procainamid, ein Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen
Diazoxid, ein Arzneimittel zur Erhöhung des Blutzuckerspiegels
Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen wie z. B. Cyclophosphamid, Methotrexat
Ciclosporin, ein Arzneimittel zur Vorbeugung und Behandlung von Transplantatabstoßungen, zur Behandlung schwerer Hauterkrankungen oder schwerer Augen- oder Gelenkentzündungen
Heparin
Einnahme des Arzneimittels zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol
Alkohol
Der Konsum von Alkohol wird nicht empfohlen, da er das Risiko eines starken Blutdruckabfalls erhöhen kann.
Kochsalz
Eine übermäßige Verwendung von Kochsalz wird nicht empfohlen, da es die blutdrucksenkende Wirkung verringern kann.
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Nebenwirkungen können mit den folgenden Häufigkeiten auftreten:
Häufig, kann bis zu 1 Behandelten von 10 betreffen
Blutdruckabfall nach schnellem Aufstehen
Husten
Kopfschmerzen
Schwindelgefühl
Müdigkeit
Bewusstseinsverlust
Sehstörungen
Nierenfunktionsstörungen
Entzündung der Atemwege in den Lungen
Übelkeit
Bauchschmerzen
Verdauungsstörungen
erhöhter Kaliumspiegel im Blut
Gleichgewichtsstörungen
Benommenheit
Teilnahmslosigkeit (Apathie)
verringerte Konzentration von rotem Blutfarbstoff
Verringerung des Anteils roter Blutzellen im Vergleich zu allen Blutzellen
Verringerung der Anzahl weißer Blutzellen
Verringerung der Anzahl an Blutplättchen
Gelegentlich, kann bis zu 1 Behandelten von 100 betreffen
vermehrte Eiweißausscheidung im Urin
Verstärkung von Nierenfunktionsstörungen
Kurzatmigkeit
laufende Nase
Entzündung der Nasennebenhöhlen
Erbrechen
Durchfall
Verstopfung
Appetitverlust
Gewebeschwellung des Darms und Beschwerden
durch Gallensteine
Stimmungsschwankungen
ungewöhnliche Empfindungen wie Stechen, Kribbeln und Jucken
Geschmacksveränderungen
Schlafstörungen
geistige Verwirrung
Nervosität
Impotenz
verschwommenes Sehen
Mangel an rotem Blutfarbstoff und roten Blutzellen (einschließlich einer verminderten Bildung von rotem Blutfarbstoff und roten Blutzellen)
krankhafte Verringerung der Anzahl an Blutplättchen, wodurch sich das Risiko für Blutungen und Blutergüsse erhöht
krankhafte Verringerung der Anzahl weißer Blutzellen, die die Wahrscheinlichkeit von Infektionen erhöht
Verringerung der Anzahl weißer Blutzellen, die als neutrophile Granulozyten bezeichnet werden
starke Verringerung bestimmter weißer Blutzellen, die als Granulozyten bezeichnet werden
Hautausschlag
Jucken
Selten, kann bis zu 1 Behandelten von 1.000 betreffen
allergische Reaktionen, gekennzeichnet durch Gewebeschwellungen mit Beteiligung des Gesichts, der Gliedmaßen, Lippen, Zunge, Stimmbänder und/oder des Rachens
sehr hohe Konzentration von Stickstoffverbindungen im Blut infolge einer verminderten Nierenfunktion
akutes Nierenversagen
Schwellungen, ähnlich wie nach einem Bienenstich
schwere Hauterkrankungen:
schwere Hauterkrankung mit Blasenbildung ohne erkennbare Ursache
Hautausschlag mit Fieber und Blasenbildung
Sehr selten, kann bis zu 1 Behandelten von 10.000 betreffen
Herzinfarkt oder Schlaganfall
Herzklopfen (Palpitationen)
beschleunigter Herzschlag
Erkrankung, die zur Verengung der Herzkranzgefäße führt
Herzrhythmusstörungen
Verengung der Atemwegsmuskulatur
entzündete Zunge
Mundtrockenheit
Bauchspeicheldrüsenentzündung
Darmverschluss
Mangel an roten Blutzellen infolge eines vermehrten Abbaus
Haarausfall
Hauterkrankung mit rötlichen, juckenden, schuppigen Stellen
Durchblutungsstörungen in Fingern und Zehen mit Taubheitsgefühl oder anderen Empfi ndungsstörungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Das Arzneimittel darf nicht während der Schwangerschaft eingenommen werden.
Stillzeit
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen. Das Stillen von Neugeborenen (in den ersten Wochen nach der Geburt) und besonders von Frühgeburten wird nicht empfohlen, wenn Sie das Arzneimittel einnehmen.
Bei älteren Säuglingen sollte der Arzt Sie über Nutzen und mögliche Schäden der Anwendung des Arzneimittels in der Stillzeit im Vergleich zu Behandlungsalternativen aufklären.
Fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen, wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft:
übermäßiger Wasserverlust durch
Arzneimittel, die die Wasserausscheidung erhöhen
Dialyse
eine salzarme Diät
Erbrechen oder Durchfall
Ihr Blutdruck könnte zu Beginn der Behandlung stark abfallen und Sie könnten sich schwach oder benommen fühlen.
neben der behandelten Erkrankung bestehende, weitere
Herzerkrankungen. Dazu gehören Herzklappenerkrankungen, eine Verengung der Blutgefäße oder eine Verdickung des Herzmuskels.
Nieren- oder Leberprobleme oder eine Verengung der zu den Nieren führenden Blutgefäße. Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht anwenden, wenn Sie eine Nierentransplantation hatten.
Wenn Sie eine der folgenden Behandlungen erhalten:
Dialyse mit „High-Flux"-Membranen
dialyseähnliche Verfahren zur Entfernung von Cholesterin aus dem Blut
Behandlung zur Verminderung der Neigung zu allergischen Reaktionen
Informieren Sie Ihren Arzt darüber, dass Sie das Arzneimittel einnehmen. Er wird Ihre Behandlung gegebenenfalls umstellen, um einer möglichen allergischen Reaktion vorzubeugen.
wenn Sie in der Vergangenheit bereits Allergien hatten
wenn Sie sich einer Operation unter Vollnarkose unterziehen
Informieren Sie Ihren Arzt darüber, dass Sie Benazepril einnehmen.
Diabetes
Die Dosierung des Antidiabetikums muss möglicherweise angepasst werden.
Ihr Arzt wird Ihre Nierenfunktion sowie die Konzentration von Salzen, den Blutzuckerspiegel und die Anzahl der Blutzellen in Ihrem Blut regelmäßig überprüfen. Diese Untersuchungen erfolgen in kürzeren Abständen, wenn Sie an Nierenproblemen, Diabetes oder einer Hauterkrankung leiden.
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
Dieses Arzneimittel wird für Kinder und Jugendliche nicht empfohlen, da keine ausreichenden Erfahrungen zur Anwendung in dieser Altersgruppe vorliegen.
Patienten ab 65 Jahre
Ihr Arzt wird die Dosierung des Arzneimittels bei Bedarf entsprechend Ihrem Ansprechen auf die Behandlung anpassen.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Bei der Einnahme von Benazepril kann es zu Schwindel kommen. Führen Sie kein Kraftfahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen, wenn Ihre Aufmerksamkeit herabgesetzt ist.